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27.08.2012 10:51

Künftige Denkmalpflegehelfer kümmern sich um die Stadtmauer Freyburg


Pressemitteilung 008/2012

16 Langzeitarbeitslose erwecken die Stadtmauer Freyburg aus dem Dornröschenschlaf. Möglich macht das ein durch das Jobcenter gefördertes Projekt, bei dem die Teilnehmer in einer  Kombination aus einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwand (Ein-Euro-Job) und einer Qualifizierungsmaßnahme zum  Denkmalpflegehelfer ausgebildet werden. „Obwohl sich in den letzten Jahren in unserer Region schon einiges im Bereich der Denkmalpflege getan hat, lässt der Zustand vieler erhaltenswerter Bauten noch zu wünschen übrig. Hier gibt es  ein großes Betätigungsfeld, so dass diese Ausbildung Sinn macht“, sagt der Leiter des Jobcenters Burgenlandkreis, Berndt Lampe.

Ziel der Kombimaßnahme ist es, den angehenden Denkmalpflegehelfern den Weg zur Wiedereingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ebnen. Das soll durch eine fundierte Qualifizierung erreicht werden. Im IHK Bildungszentrum in Naumburg eignen sich die Teilnehmer theoretische Kenntnisse an. Dazu zählen etwa Grundlagen der Konstruktion und einfache Berechnungen zum Materialeinsatz. Die fachliche Anleitung der Gruppe übernimmt die Firma E. K. Bau GmbH, die in den Weinbergen rund um Freyburg schon etliche Trockenmauern gesetzt hat. Auf dem Bauhof der Firma in   Schleberoda zeigen die Leute vom Fach den künftigen Denkmalpflegehelfern, welches Werkzeug zur Steinbearbeitung verwendet wird, welcher Mörtel zum Einsatz kommt und vieles andere mehr. Die praktische Umsetzung erfolgt beim Einsatz an der Stadtmauer in Freyburg unter Anleitung eines baubetreuenden Ingenieurs. Der 16-köpfige Trupp ist in zwei Gruppen aufgeteilt. Das hat den Vorteil, dass die Teilnehmer ständig zwischen Qualifizierung und Praktika wechseln können, was die Maßnahme abwechslungsreich macht.

Die Idee für das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit zwischen dem Jobcenter, der Gesa mbH (Gesellschaft für ökologische Sanierungs- und naturnahe Fremdenverkehrsinfrastrukturprojekte) und der IHK Bildungszentrum Halle-Dessau GmbH. Ein Verbündeter wurde mit der Stadt Freyburg gefunden, der der Erhalt der historischen Stadtmauer am Herzen liegt. „Die Stadtmauer hat eine Länge von 900 Metern, davon sind 320 Meter saniert“, sagt Bauamtsleiterin Astrid Weide von der Verbandsgemeinde Unstruttal. Das bedeutet, dass  an zwei Drittel noch etwas gemacht werden muss. Der Zustand ist schlecht: Wildwachsende Pflanzen ragen durch die Fugen und sprengen das Mauerwerk. Dazu kommen Witterungsschäden.

Die Maßnahme umfasst die Instandsetzung der Mauerkrone und die Ausbesserung schadhafter Stellen. Dieser Abschnitt der Stadtmauer wurde gezielt von der Stadt Freyburg für das Projekt ausgesucht, weil er  öffentlich zugängig  und somit für jedermann einsehbar ist.  Zirka 60 Meter wollen die angehenden   Denkmalpfleger nunmehr von der Pforte beginnend bis zum ersten Turm am Graben in Ordnung bringen. Seit dem 15. August sind sie im Einsatz. Die Maßnahme endet am  25. Februar 2013.

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