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26.09.2012 13:48

Alleinerziehender Vater kommt als Brandschutzerzieher zum Einsatz


Pressemitteilung 010/2012

Die Aufregung steht Thomas Falke ins Gesicht geschrieben, als er vor der Kindertagesstätte „Bummi“ in Zeitz aus seinem feuerroten Mobil steigt und die Kinder begrüßt. Der 43-Jährige wird begleitet von einem Kameramann. Im Mittelpunkt des Drehs für die Sendung „Hier ab vier“ im mdr-Fernsehen steht Falkes Arbeit. Der Langzeitarbeitslose ist seit 01.09.2011 über das Projekt Bürgerarbeit in Sachen Brandschutzerziehung in Kindereinrichtungen und Schulen unterwegs, was sich herumgesprochen hat. „Er bringt den Kindern die wichtigsten Verhaltensregeln im Umgang mit dem Feuer bei“, sagt Kita-Leiterin Ute Dademasch. Das passiert in spielerischer Form. Falke hat einen Draht zu den Jüngsten. Das mag daran liegen, dass er selbst einen Sohn in diesem Alter hat. Zu seinem Gepäck zählen die Handpuppe Fridolin Brenzlig, ein Notrufkoffer und andere Utensilien, die die Neugier der Kinder wecken. Falke ist ein gern gesehener Gast und im Gegenzug haben die Kinder aus der Einrichtung in der Freiligrathstraße auch schon die Feuerwache in Zeitz besucht. Doch nicht nur Schulklassen und Kindergartengruppen aus der Stadt Zeitz erfahren auf diese Weise Brandschutzerziehung, auch die umliegenden Gemeinden profitieren von diesem Angebot.

Bürgerarbeiter Falke ist zufrieden. „Die Arbeit macht mir unheimlich Spaß“, erzählt der gelernte Stahlschlosser, der vor seiner Arbeitslosigkeit als Lkw-Fahrer unterwegs war. Der alleinerziehende Vater ist glücklich über seinen Job, den er im Rahmen des Modellprojekts Bürgerarbeit vom Jobcenter Burgenlandkreis in Zusammenarbeit mit der Zeitzer Innovativen Arbeitsfördergesellschaft (Ziag) zugewiesen bekam. 

Um sich auf dem Gebiet des Brandschutzes fit zu machen, hat Thomas Falke in Vorbereitung auf die dreijährige Bürgerarbeit eine Wochenendschulung am Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge absolviert. Wie es nach dem 31. August 2014 für ihn weitergeht, wenn das Projekt ausläuft, kann er heute noch nicht sagen. „Ich hoffe, dass es mit einem nahtlosen Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis klappt und ich nicht mehr zurück in die Arbeitslosigkeit muss“, erklärt Thomas Falke, der parallel zur Bürgerarbeit bei einem Bildungsträger ein Coaching durchläuft, was den Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt erleichtern soll.

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