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13.10.2016 14:39

Aufruf zur Teilnahme am Wettbewerb „Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“


Das Jobcenter Burgenlandkreis ruft alle interessierten Projektträger auf, Projektvorschläge zur beruflichen Wiedereingliederung von Personen mit besonderen Vermittlungshemmnissen im Rahmen des Wettbewerbs "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt" einzureichen.

 

Die Grundlage für die Durchführung des Wettbewerbs und die Umsetzung entsprechender Projekte ist die "Förderrichtlinie Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ vom 29. April 2015. Die Finanzierung erfolgt aus Bundesmitteln.

 

1.  Allgemeine Hinweise Strategie

Im Rahmen des Programms hat es sich das Jobcenter zur Aufgabe gemacht, Langzeitleistungsbezieher mit gesundheitlichen Einschränkungen oder mit Kindern in der Bedarfsgemeinschaft stärker in den Mittelpunkt der Integrationsanstrengungen zu rücken, um soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern.

 

Die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und die Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen und am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Personengruppen liegt im Interesse des Jobcenters Burgenlandkreis.

 

 

Ideenwettbewerb

 

Der Bund gewährt nach Maßgabe dieser Richtlinie und der Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Bundeshaushaltsordnung den ausgewählten Jobcentern zur Erreichung der Programmziele (soziale Teilhabe durch Beschäftigung, Verbesserung der Chancen auf ungeförderte Beschäftigung) Zuwendungen. Die Jobcenter leiten die Zuwendungen an Arbeitgeber (Letztempfänger der Zuwendung) weiter, die entsprechende Arbeitsverhältnisse eingehen.

 

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbes können interessierte Projektträger einen oder mehrere Projektarbeitsplätze vorschlagen.

 

 

2.  Inhaltliche Anforderungen an die Projekte:

Zielgruppe

 

Die Arbeitsplätze sind zu besetzen mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gemäß § 7 Absatz 1 SGB II, wenn diese

a)    gegenwärtig bei einem der teilnehmenden Jobcenter gemeldet sind,

b)    seit mindestens vier Jahren im Leistungsbezug sind und dem Arbeitsmarkt aktuell zur Verfügung stehen,

c)    das 35. Lebensjahr vollendet haben,

d)    in dieser Zeit nicht oder nur kurz selbstständig oder abhängig beschäftigt waren,

e)    noch nicht in den allgemeinen Arbeitsmarkt eingegliedert werden können (dokumentierte (erfolglose) Integrationsbemühungen in der Vergangenheit, vorläufige negative Prognoseentscheidung, mittel- bis langfristig jedoch integrierbar) und

f)     gesundheitliche Einschränkungen haben, die eine Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt erschweren oder in einer Bedarfsgemeinschaft mit minderjährigen Kindern leben.

 

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die die in Abschnitt II Nummer 3.1 Buchstabe a, c, d, e und f angeführten Voraussetzungen erfüllen und die aufgrund von Zeiten einer vormaligen Unterbringung in einer stationären Einrichtung oder einer Einrichtung zum Vollzug richterlich angeordneter Freiheitsentziehung nach § 7 Absatz 4 SGB II in den vorangegangenen vier Jahren nicht durchgängig im Leistungsbezug gewesen sind, können ebenfalls gefördert werden.

 

Bei Vorliegen der in Abschnitt II Nummer 3.1 Buchstabe a, c, e und f angeführten Voraussetzungen können auch ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesprogramms Bürgerarbeit gefördert werden.

 

Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die die in Abschnitt II Nummer 3.1 Buchstabe a, b, d, e und f genannten Voraussetzungen erfüllen und denen die Aufnahme einer Berufsausbildung oder die Teilnahme an einer abschlussorientierten beruflichen Weiterbildung (Voll- und Teilzeitqualifizierungen in einem anerkannten Ausbildungsberuf, Externenprüfung, Teilqualifizierungen) aus in ihrer Person liegenden Gründen nicht möglich ist (erweiterte Prognoseentscheidung), können bereits ab Vollendung des 25. Lebensjahrs gefördert werden.

 

Die Förderfähigkeit bleibt erhalten, wenn nur aufgrund des Einkommens aus der Programmförderung die Hilfebedürftigkeit nach § 9 SGB II entfällt.

 

Die Teilnahme an diesem Programm ist freiwillig.

 

Die Teilnehmer dürfen nicht die Voraussetzungen für eine berufliche Rehabilitation erfüllen.

 

Gegenstand der Förderung:

 

Gefördert werden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse (ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung) für zusätzliche, wettbewerbsneutrale und im öffentlichen Interesse liegende Arbeiten (im Sinne von § 16d SGB II). Die Arbeitszeit beträgt 30 Stunden pro Woche. Ist eine Beschäftigung mit einem wöchentlichen Umfang von 30 Stunden nicht möglich, kann die Arbeitszeit 15, 20 oder 25 Stunden pro Woche betragen. Außerdem können Modelle für einen stufenweisen Einstieg in Beschäftigung, ausgehend von 15 und aufwachsend auf 20, 25 bis zu maximal 30 Wochenstunden, umgesetzt werden.

 

Die Zuwendung wird im Wege der Projektförderung als Festbetragsfinanzierung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses gewährt. Gefördert wird das Bruttoarbeitsentgelt einschließlich des pauschalierten Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung (ohne Arbeitslosenversicherung) in Höhe von 18,9 %. Die Förderung je Arbeitsplatz beträgt bis zu 1.320 Euro pro Monat bei 30 Wochenstunden. Die förderfähigen Obergrenzen bei 15, 20 bzw. 25 Wochenstunden betragen 660, 880 bzw. 1 100 Euro. Die volle Zuwendung wird nur

gewährt, wenn die Ausgaben mindestens den jeweils genannten Betrag erreichen.

Eine gleichzeitige Förderung mit Leistungen zur Eingliederung an Arbeitgeber nach dem SGB II oder aus anderen Bundesprogrammen für Teilnehmer dieses Programms ist ausgeschlossen.

 

Eine Aufstockung des Zuschusses durch Länder, Kommunen oder Dritte ist nicht möglich.

 

Eine Förderung des Arbeitsplatzes ist frühestens ab dem  01.01.2017 bis maximal 31.12.2018 möglich.

 

Ein Anspruch des Arbeitgebers auf Gewährung von Fördermitteln besteht nicht. Das Jobcenter entscheidet aufgrund seines pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

 

 

3.  Verfahren zur Einreichung und Auswahl von Projektvorschlägen

Durch die Einreichung/Auswahl eines Projektarbeitsplatzes entsteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Es erfolgt keine Erstattung der damit verbundenen Aufwendungen. Förderinteressierte haben ebenso keinen Anspruch auf die Rückgabe der eingereichten Unterlagen.

 

Der Zuwendungsantrag enthält folgende Angaben:

 

a)    Zahl der Arbeitsplätze, die gefördert werden sollen, unter Angabe der Wochenstundenzahl und die vorgesehene Höhe des arbeitsvertraglich zu vereinbarenden Arbeitsentgelts.

b)    Finanzierungsplan, dem alle Personalausgaben für das geförderte Arbeitsverhältnis und deren Finanzierung zu entnehmen sind. Die nicht zuwendungsfähigen anteiligen Kosten für die Anleitung sind nachrichtlich aufzuführen.

c)    Erklärung, dass die geplanten Arbeiten zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen.

d)    Erklärung, dass mit der geförderten Maßnahme noch nicht begonnen worden ist

e)    Arbeitsplatzbeschreibung

 

 

 

Die Unterlagen für die Projektträger  werden auf elektronischem Wege bereitgestellt und können im Jobcenter Burgenlandkreis bei Herrn Harald Miesch  ab dem 24.10.2016 unter miesch.harald@jc-blk.de angefordert werden. Diese sind vollständig  in  schriftlicher Form und digital bis zum 31.12.2016  Uhr im Jobcenter Burgenlandkreis einzureichen.

 

 

Kontaktdaten:

 

Harald Miesch

Bereichsleiter Markt und Integration (6.C)

Jobcenter Burgenlandkreis

Telefon:  03443-3394200

Fax: 03443-3394400

E-Mail: miesch.harald@jc-blk.de

 

Jobcenter Burgenlandkreis

Weg nach der Marienmühle 10

06667 Weißenfels

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