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06.06.2013 17:02

Hochwasser: Wichtige Informationen für Hartz IV-Empfänger


Bundesweit sind hunderttausende Menschen vom Hochwasser betroffen. Ebenso viele zeigen sich solidarisch und helfen, wo Not am Mann ist. Das trifft auch auf den Burgenlandkreis zu. Auf diesen Ausnahmezustand hat sich auch das Jobcenter Burgenlandkreis eingestellt. An die Leistungsempfänger ergehen folgende Hinweise:

• Soforthilfen, die ausdrücklich dazu dienen, Schäden durch das Hochwasser zu beseitigen, werden nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

• Wurde durch die Flut Hausrat zerstört, kann das Jobcenter die Kosten für die erneute
Ausstattung der Wohnung übernehmen (Erstausstattung). Voraussetzung dafür ist, dass diese Kosten weder durch eine Versicherung noch durch ein anderweitiges Nothilfeprogramm erstattet werden. Hausrat umfasst beispielsweise Möbel, Lampen, Haushaltsgeräte und alle Gegenstände, die üblicherweise eine normale Haushaltsführung ermöglichen.

• Für die Dauer einer Helfertätigkeit im Rahmen des Hochwassers bestehen keine Meldepflicht und keine zwingende Notwendigkeit, eine angebotene Maßnahme oder Beschäftigung anzunehmen.

• Ist die Wahrnehmung eines Meldetermins aufgrund des Hochwassers nicht möglich, treten keine Sanktionen ein. Vorab wäre eine telefonische Absage hilfreich, damit die Gesprächszeit neu vergeben werden kann.

• Dort wo das Jobcenter selbst direkt vom Hochwasser betroffen ist - wie die Dienststelle in Weißenfels, Weg nach der Marienmühle - gehen für die Leistungsberechtigten keine Ansprüche verloren. Hier kann es jedoch in der Bearbeitung zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Laufende Zahlungen sind nicht betroffen.

Betroffene können sich in den bekannten Dienststellen informieren. Leistungsberechtigte, die über das Jobcenter Weißenfels betreut werden, melden sich bitte im City-Büro “Lebenswissen 50plus“, Markt 8, in Weißenfels.

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