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Bedarfe für Unterkunft und Heizung


Unterkunftskosten werden in tatsächlicher Höhe übernommen, soweit sie angemessen sind. Die Angemessenheit bestimmt sich nach der ab 01.10.2017 gültigen Verwaltungsrichtlinie des Burgenlandkreises.

tl_files/Jobcenter/Seiten/Leistung/unterkunft/leistung_heizung.jpgDie Bedarfe der Unterkunft sind durch Vorlage des Mietvertrages und der Mietbescheinigung oder bei Eigenheimen/Eigentumswohnungen durch die entsprechenden Bescheide und Einstufungen der Versorgungsunternehmen nachzuweisen.

Die in der Richtlinie angegebenen Angemessenheitsgrenzen basieren auf einer unabhängigen Mietwerterhebung zur Definition angemessener Aufwendungen für das Wohnen im Burgenlandkreis.

Für die Mietwerterhebung wurde ein Untersuchungskonzept zugrunde gelegt, das in seinen Grundzügen auf der allgemein anerkannten Vorgehensweise zur Erstellung qualifizierter Mietspiegel basiert, jedoch auch die speziellen Rahmenbedingungen für die Ermittlung von Mieten zur Festlegung lokaler Obergrenzen einbezieht. Diese Erhebung wurde durchgeführt von Analyse & Konzepte Beratungsgesellschaft für Wohnen, Immobilien und Tourismus mbH.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der tatsächlichen Aufwendungen im Rahmen des Einzelfalles sind die Bedarfe für Unterkunft und Heizung getrennt voneinander zu prüfen. Werden die festgesetzten einzelnen Werte für die Angemessenheit der Kosten für Unterkunft und Heizung überschritten, ist die angemessene Höhe der Kosten im Wege der Einzelfallprüfung zu ermitteln. Ein erhöhter Wohnraumbedarf kann z.B. bei Menschen mit Behinderungen, einer Erkrankung oder Ausübung des Umgangsrechts gerechtfertigt sein.

Die Prüfung der Angemessenheit der Unterkunfts- und Heizkosten ist für Mieter und Eigentümer von selbst bewohntem Wohneigentum nach einheitlichen Kriterien, und zwar nach denen für Mietwohnungen, vorzunehmen. Die zu Mietwohnungen entwickelten Grundsätze gelten auch soweit erwerbsfähige Leistungsberechtigte Eigentum von angemessener Größe im Sinne des § 12 (3) S.1 Nr. 4 SGB II bewohnen. Bei der Angemessenheitsprüfung sind die für Mietwohnungen geltenden Wohnflächengrenzen zu berücksichtigen. Dies gilt grundsätzlich auch für die Beurteilung der Angemessenheit der Heizkosten. (vgl. Urteile des Bundessozialgerichtes vom 15.04.2008, Az. B 14/7b AS 34/06 R und vom 19.09.2008, Az. B 14 AS 54/07 R)

Zur regionalen Differenzierung der Angemessenheitswerte wird der Burgenlandkreis in fünf Wohnungsmärkte gegliedert, so dass folgende räumliche Einheiten maßgebend sind:
 

Wohnungsmarkttyp zugehörige Gemeinden
I An der Finne, Verbandsgemeinde
Teuchern, Stadt
Unstruttal, Verbandsgemeinde
Wethautal, Verbandsgemeinde
II Droyßiger-Zeitzer-Forst, Verbandsgemeinde
Elsteraue, Verbandsgemeinde
Lützen, Stadt
III Hohenmölsen, Stadt
IV Naumburg, Stadt
Weißenfels, Stadt
V Zeitz, Stadt